Buchtipp: Carlos Ruiz Zafón – Der Fürst des Nebels

Carlos Ruiz Zafón schafft es mit seinem Roman „Der Fürst des Nebels“ erneut seine Leser*innen mit schauderigen Schauplätzen und Handlungen in eine düstere Romanlandschaft mitzunehmen. Dieses Mal erzählt er die Geschichte der Familie Carver, die um dem Krieg zu entgehen, an eine kleine Küstenstadt zieht. Maximilian Carver, das liebende Familienoberhaupt, trifft diese Entscheidung im Alleingang, was bei seiner Frau Andrea und den Kindern Alicia, Irina und Max für Unmut und Verwunderung sorgt. In ihrer neuen Heimat angekommen stellt der findige Max schnell fest, dass dort etwas nicht mit rechten Dingen zugeht. Eine Bahnhofsuhr, die völlig anders funktioniert, als man es ihr zudenkt, eine Katze, der man sich von Beginn an in Abneigung verbunden fühlt, und ein Haus, dessen Geschichte allen Carverkindern das Fürchten lehrt, bilden hier nur den Anfang eines Romans, der die Lesenden in Windeseile in seinen Bann zieht.

Allen Widrigkeiten zum Trotz: Sehr bald schon lernt Max den Jungen Roland kennen, der Max das Dorf zeigt, das fortan dessen Heimat sein soll. Die beiden werden schnell Freunde. Doch genauso plötzlich wie Roland auf der Bildfläche erscheint, nehmen die unheimlichen Ereignisse im Dorf zu.

Nach der „Schatten des Windes“ ist „Der Fürst des Nebels“ der zweite Roman, den ich von Zafón gelesen habe. In seiner eigenen Art schafft er es erneut, die Charaktere liebevoll, die Umgebung mystisch und die Handlung vernetzt zu gestalten. Wer schon Schatten des Windes gelesen hat, wird sich unweigerlich an die liebevolle Vater-Sohn-Beziehung zwischen Daniel Sempere und seinem Vater erinnert und sich der gesamten Familie Carver schnell verbunden fühlen. Doch meint Zafón es gut mit Ihnen? Es herauszufinden lohnt sich und kann eine Zugfahrt reichlich spannend machen.

Der Fürst des Nebels erschien als Neuauflage im Oktober 2016 im Fischer Taschenbuch Verlag.

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