Leserbrief: Wem gehört die MIBRAG?

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Ministerpräsident Haseloff spricht in seinem Brief an die Kanzlerin von Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit der Braunkohle als günstigem Energieträger. Braunkohle ist weder wettbewerbsfähig noch günstig. Wie kann Herr Haseloff und seine CDU von der Wahrung der Schöpfung sprechen, wenn der Braunkohleabbau Menschen ihrer Heimat durch Enteignung nimmt und sie zerstört, wenn aus Wald und Wiesen, wenn Auen und Heiden dreckige Tagebaulöcher werden.

Doch wem dient das „selbtslose“ Agieren Haseloffs? Natürlich der Mibrag. Wem aber gehört die Mibrag? Zwei Tschechischen Investoren, soweit ist es ja bekannt. Wenn man einen genauen Blick auf das Firmennetz wirft, wird man sich schnell die Frage stellen, ob es bei der Kleinteiligkeit der Eigentümerstruktur der Mibrag nicht auch möglich ist, dass die Gewinne auf das Steuerparadies Zypern fließen? Zumindest hält die zypriotische Holding Lignite Investment 1 Limited alle Anteile der Mibrag. Diese Holding wiederum gehört vollständig der JTSD-Braunkohlebergbau GmbH.

Schöpfung zerstören und Menschen enteignen, um Steuern zu vermeiden? Nun ein Schelm, der Böses dabei denkt.

Als 26-Jähriger möchte ich, wie auch viele Generationen nach mir, in einem lebenswerten Sachsen-Anhalt leben und leben können. Mit dem Abbau von Braunkohle begehen Haseloff und seine Schergen allerdings das nächste Generationenverbrechen, nachdem schon in den Bereichen Bildung, Kultur und Theater gekürzt werden soll. So darf es einfach nicht weitergehen.

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